04 · Podcast

Nachfragen. Auf eigene Rechnung. Der Podcast über Business, Vertrieb und E-Commerce.

Wer sich selbstständig macht, trägt die Verantwortung für Entscheidungen, Fehler und Erfolg allein. Darüber spreche ich aus der Sicht von jemandem, der Unternehmertum und Festanstellung kennt. Mal kurz und pointiert, mal ausführlicher, aber immer ohne Umschweife.

Special mit Gast · S02E04 · Ab 01.10.2026

Kein Lager, kein Geld

Just-in-Time, drei Betriebsgrößen, eine Wahrheit

Zum ersten Mal mit Gast. Das Thema ist Just-in-Time, aber nicht als Lehrbuchkapitel, sondern entlang von drei völlig unterschiedlichen Betriebsgrößen.

Zu Gast Henning Laakmann, bekannt vom YouTube-Kanal „Mysteriös & Komplex“ mit 190.000+ Abonnenten, hauptberuflich Prozessoptimierer in der Chemieindustrie.

Folgen-Cover „Kein Lager, kein Geld“ mit Philipp Balkhausen und Henning Laakmann
  • Ein-Mann-Betrieb

    Just-in-Time ist keine Strategie, sondern ein Zustand, dem man sich nicht entziehen kann.

  • Mittelstand

    Hat von beidem etwas und braucht trotzdem seine eigenen Regeln.

  • Großkonzern

    Just-in-Time ist eine Entscheidung, die man mit Kampagnenlängen, Umrüstzeiten und Lagerpolitik bewusst trifft.

Ich bringe die Praxisseite mit. Zehn Jahre Multichannel-E-Commerce mit Zoll, Vorkasse, Lagerhaltung und Plattformgebühren kenne ich aus erster Hand. Henning bringt die Konzernperspektive und den Blick eines Prozessingenieurs, der genau weiß, warum eine Chemieanlage nicht spontan auf Vorrat umstellen kann.

Das Gespräch war komplett frei. Vier grobe Stationen gaben den roten Faden vor, ein Skript gab es nicht.

„Wer kann es sich eigentlich leisten, kein Lager zu haben?“

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Auf eigene Rechnung

mit Philipp Balkhausen

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  1. S02E03 7 Min.

    KI-Klagen überfluten Sozialgerichte - Wer prüft das nach?

    Ein Kläger vor dem Landessozialgericht Stuttgart hat vergessen, den Chatverlauf aus seinem Schriftsatz zu löschen. Oben bedankt sich die KI für sein Vertrauen. Darunter stehen 300 Seiten. Der Richter sagt, 5 hätten gereicht. Die Sozialgerichte in Deutschland ersticken gerade in KI-generierten Klagen. In NRW sind die Eilverfahren binnen eines Jahres von rund 1.400 auf rund 3.600 pro Quartal gestiegen. Das eigentliche Problem ist aber nicht die Länge, sondern dass in diesen Texten Urteile zitiert werden, die es nicht gibt. In dieser Folge geht es darum, warum das vor Gericht auffliegt und in Unternehmen nicht. Warum ich jede Fundstelle nachschlage, die mir ein Chatbot serviert. Und warum die Antwort der Justiz, nämlich KI gegen KI, für ein Gericht richtig und für ein Unternehmen meistens falsch ist. KI verantwortet nichts. Das bleibt der Job von jemandem mit Namen. Quellen tagesschau.de vom 22.08.2026 zum Fall aus Stuttgart ⁠https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kuenstliche-intelligenz-justiz-100.html⁠ Legal Tribune Online zur Jahrespressekonferenz des LSG Nordrhein-Westfalen ⁠https://www.lto.de/recht/justiz/j/nordrhein-westfalen-sozialgerichte-wegen-ki-schriftsaetzen-ueberlastet⁠ Anwaltsblatt, Interview mit Christine Fuchsloch, Präsidentin des Bundessozialgerichts ⁠https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/themen/kanzlei-praxis/kuenstliche-intelligenz-vor-gericht⁠ SWR Aktuell zu den Zahlen aus Baden-Württemberg ⁠https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ki-ueberlastet-gerichte-justiz-100.html⁠ hessenschau.de zu den KI-Plänen der hessischen Sozialgerichtsbarkeit ⁠https://www.hessenschau.de/panorama/warum-ki-den-sozialgerichten-das-leben-schwer-macht-v1,ki-belastet-sozialgerichte-100.html⁠ dpa über die NRW-Zahlen 2025 ⁠https://www.ihre-vorsorge.de/soziales/nachrichten/sozialgerichte-kaempfen-mit-ki-klagen-oft-zum-buergergeld

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  2. S02E02 7 Min.

    Bewirb dich jetzt. Bei wem sagen wir dir später

    Eine Stellenanzeige mit über 90 Jahren Firmengeschichte, Premiumprodukten und Aufstiegsmöglichkeiten. Nur der Firmenname fehlt. Stattdessen steht da eine Handynummer. In dieser Folge nehme ich zwei Anzeigen auseinander, die am selben Tag online waren. Gleiche Rolle, gleiche Branche, gleiches Versprechen. Die eine nennt sieben Standorte mit Hausnummer, einen Ansprechpartner mit Durchwahl und ein Gehaltsband mit Begründung. Die andere nennt gar nichts. Es geht darum, warum eine Spanne von 30.000 bis 90.000 Euro kein Gehalt ist, sondern ein Geständnis. Warum Außendienst, Verkäufer und Pflegeberater nicht zufällig in derselben Ausschreibung stehen. Und um die Asymmetrie dahinter, dass ein Tippfehler im Anschreiben den Job kostet, während die Anzeige selbst ohne Absender auskommt. Am Ende gibt es vier Punkte, an denen du vor dem ersten Anruf erkennst, ob du dich gerade bewirbst oder ob du gerade zum Lead wirst. Meine eigenen alten Stellenanzeigen kommen auch vor. Die waren nämlich ebenfalls nicht gut. Alle Beispiele sind anonymisiert.

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  3. S02E01 7 Min.

    PPWR aka. "EU-Verpackungsverordnung" bei #BalkhausenReichts

    "Das Ding nervt." Das war der Tenor unter meinem letzten Post, zur EU-Verpackungsverordnung. E-Commerce, Systemwelt, unterschiedliche Blickwinkel, eine Meinung. Grund genug, "Auf eigene Rechnung" wieder aufzumachen. Neue Folge, zehn Minuten. PPWR, mit allem, was seit dem Post noch dazugekommen ist. Dazu eure Stimmen aus den Kommentaren, anonym wie angekündigt.

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